Wie Du Schmerzen vorbeugen kannst

~ Die vielen Schmerzen, die mit Endometriose einhergehen ~





Du bist geplagt von den Endometriose Schmerzen und verstehst nicht warum es Dir so oft so schlecht geht, obwohl Du schon so viel bei Deiner Ernährung beachtest? Es ist nicht nur die Ernährung, die hierbei eine Rolle spielt. Nein, sondern das Zusammenspiel von Ernährung, Bewegung, Stress und kleinen Auszeiten.

Der Darm – Das Emotionale Gehirn

Du hast eine stressige Woche hinter Dir? – Dein Darm macht sich bemerkbar.
Du hast Dich schlecht ernährt? – Dein Darm macht sich bemerkbar.
Du hast Kummer oder Sorgen? – Dein Darm macht sich bemerkbar.

Probleme im Magen-Darm-Trakt, äußern sich in Form von Verstopfungen, Magenkrämpfe, Bauchweh, Bauchkrämpfe, Blähbauch oder auch Durchfall.
Sobald im Bauchbereich irgendwas verkehrt läuft, sinkt unsere Laune und passt sich der Stimmung im Darmbereich an. Du siehst, der Magen-Darm-Trakt ist wesentlich mehr als nur der Verarbeiter von Nahrungsmitteln. Er hat großen Einfluss darauf, wie es Dir geht.

Meine Tipps für eine ausgeglichene Darmflora:

Vermeide Stress, Esse das was Du gut verträgst, trinke keinen Alkohol, achte auf gute und ausreichende Bewegung im Alltag, trinke viel Wasser und achte auf Deine Atmung. In Sachen Ernährung muss ich tatsächlich darauf achten, dass ich nicht zu viel (Kuh-)Milchprodukte konsumiere, da ich sie trotz der laktosefreien Alternativen nur in Maßen vertrage. Ebenso gilt das auch für die Zuckeralternativen, hier auch nur in Maßen konsumieren um den Darm nicht zu überfordern. Aber bekanntlich gilt das Sprichwort: Ausnahmen bestätigen die Regel 😉 Manchmal braucht man nun mal ein bisschen Seelenfutter.

Aufgeblähter Bauch am Abend? Was mir sehr hilft, ist Magnesium. In solch einem Fall nehme ich vor dem Schlafengehen 2 x 400 mg Magnesium ein. Bis zum nächsten Morgen gerät der Magen-Darm-Trakt wieder in Schwung und Dir geht’s wesentlich besser. Bitte lasse Dich hierzu aber von einem Arzt oder Apotheker Deines Vertrauens beraten.

Sport & Bewegung

Viel Bewegung im Alltag ist sehr wichtig für Dein Stoffwechselsystem und ebenso wichtig für Stressbewältigung. Doch Achtung, nicht jede Sportart ist für Endometriose Patienten geeignet. Warum das so ist? – Ist das Leistungslevel, in dem wir uns befinden, zu hoch, löst es eine Stresssituation in unserem Körper aus. Stress bedeutet für unseren Körper, dass er mehr von dem Gewebshormon Histamin produzieren muss. Schmerzen, bzw. wehenartige Bauchkrämpfe, werden in dem Fall nur stärker bei einer Histaminintoleranz, die ja bekanntlich mit der Krankheit Endometriose einhergeht.

Andererseits kann Sport als super Stressbewältigung agieren. Damit Du genau weißt welchen Sport Du nun als Endometriose Patient und ausüben kannst, habe ich Dir die Do’s and Don’ts der sportlichen Aktivitäten aufgelistet.

Do’s

  • entspanntes Joggen: bis zu 6 km – richtet sich nach Deinem Leistungsniveau; was für dich weniger anstrengend oder sehr anstrengend ist.
  • Yoga, Pilates, Meditationen
  • Spaziergänge in der schönen Natur
  • Fahrradfahren: keine Fahrradrennen und auch nicht zu lange Touren
  • weitere Sportarten, die nicht exzessives Training fordern
  • Krafttraining/ Fitness: hier bitte aufpassen, viele Frauen sind im unteren Rücken-, Leisten- sowie Po- und Bauchmuskelbereich aufgrund von Verkrampfungen, die durch Endometriose-Herde hervorgerufen wurden, bei vielen Übungen eingeschränkt. Also schaue bitte für Dich selbst welche Übungen möglich sind, gehe es langsam an und ziehe am Besten einen Profi hinzu.

Don’ts

  • Sprints
  • Läufe ab 10 km und aufwärts
  • Exzessiver Sport
  • Intervall Training
  • Krafttraining mit zu schweren Gewichten

Gönn Dir Pausen

Dieser Punkt war in meinem Leben mit Abstand am schwersten zu trainieren. Aber man kann es lernen, wie so ziemlich alles im Leben. Pausen sind so wichtig in einem stressigen Leben wie das heutige, wo viele die Work-Life-Balance schnell verdrängen. Als Endometriose Betroffene, ist es umso wichtiger, seine innere Mitte zu finden um so viel Stress wie möglich zu vermeiden.

Ich habe schon früh gelernt auf meinen Körper zu hören und stehe mindestens zwei Stunden bevor ich zur Arbeit oder zu anderen Terminen aufbreche, auf. Ich brauche die Zeit um meinen Körper herunterzufahren und nicht gestresst sondern entspannt in den Tag zu starten. Fehlt mir die Zeit am Morgen, wirkt das sich stark auf meine Darmflora und somit, wie wir gelernt haben, auf mein Gemüt aus. Also nimm Dir meine Tipps zu Herzen, vielleicht kannst Du den einen oder anderen ja gut gebrauchen.

  1. Schlafe genug
    Von Mensch zu Mensch ist es unterschiedlich, wieviel Schlaf man benötigt. Teste es am besten mal für Dich selbst aus, mit wieviel Stunden Schlaf Du am nächsten Morgen ausgeruht erwachst. Schlafmangel wirkt sich immer schnell auf die Darmflora aus. So startet man ungern mit einem schlechten Gefühl im Bauch in den Tag.
  2. Tägliches Ritual
    Nehme Dir täglich mindestens 20 Minuten für Dich. In diesen 20 Minuten sollst Du nicht vor dem Fernseher oder vor Deinem Handy sitzen. Sondern zum Beispiel: meditieren, spazieren gehen oder etwas anderes machen wo Du Dich komplett auf Dich selbst fokussieren und entspannen kannst. Ich empfehle Dir täglich die gleiche Zeitspanne dafür zu nutzen um den Ablauf für Dich zu manifestieren.
  3. Lege Dein Handy weg
    Lege mindestens eine halbe Stunde vor dem zu Bett gehen Dein Handy beiseite. Sonst arbeitet Dein Gedächtnis die vielen Informationen im Schlaf auf und Du wachst morgens weniger erholt auf. Mir zum Beispiel fällt es sogar sehr schwer einzuschlafen, wenn ich zuvor solch eine Reizüberflutung hatte. Ebenso solltest Du Dein Handy Morgens erst nach einer gewissen Zeit einschalten, um so viel Zeit wie möglich für Dich zu nutzen.
  4. Achte auf Deine Atmung
    Damit es Deinem Körper gut geht, braucht er viel Sauerstoff. Wenn wir in Stresssituationen sind, atmen wir meist flach oder halten sogar die Luft an, womit wir meist unterbewusst das akute Problem verdrängen wollen, das den Stress ausgelöst hat. Versuche in solch einem Moment einmal tief durchzuatmen – es kostet Dich keine Zeit, lässt Dich das Problem erkennen, vielleicht sogar eine Lösung finden und Dich entspannter werden. Deine Gehirnzellen arbeiten besser und Dein Darm merkt es ist alles in Ordnung.