Was ist Endometriose?

Endometriose in der Forschung

Die Krankheit Endometriose äußert sich von Frau zu Frau unterschiedlich. Das Gebärmutterschleimhaut-ähnliche Gewebe siedelt sich an verschiedensten Orten des Bauchraumes an – Nähe der Eileiter, des Darms, der Harnröhre, in der äußeren Muskulatur der Gebärmutter und sogar im Bereich der Nieren. Von Frau zu Frau unterschiedlich.

Ebenso ist die Größe und Verbreitung der Endometriose-Herde unabhängig von der Schmerzintensität. Bei manch einer Frau ist die Krankheit im Unterleib stark verbreitet und sie hat kaum oder keine Schmerzen. Bei einer anderen Frau ist es nur ein Endometriose-Herd und verursacht höllische Schmerzen. Die eine ist bei ihrem zehnten Versuch Kinder zu bekommen und erfährt nach vielen Untersuchungen von ihrer Diagnose. Die andere hat starke Regelschmerzen -kaum auszuhalten- und erfährt nach vielen Untersuchungen von ihrer Krankheit.

Diese Krankheit ist so unterschiedlich in ihrer Art und kaum erforscht. Der weibliche Körper ist kaum erforscht. Viele Gynäkologen wissen gar nicht, wie sie die Krankheit erkennen können. Wie können sie dann die richtige Diagnose stellen? Meine Erfahrungen mit den Ärzten, die mich wegen meiner Schmerzen im Unterleib, behandelt haben, zeigen mir, wie wenig das Thema ernst genommen wird. Wie wenig man als Patient ernst genommen wird, denn sind wir es nicht, die spüren, wenn unser Körper im Ungleichgewicht ist und etwas nicht stimmt? Aber natürlich sind wir selbst nicht die Experten, die genaue Diagnosen machen können.

Unser Magen-Darm-Trakt und unser Unterleib sind so komplex aufgebaut. Die vielen Schmerzattacken im Unterleib, wegen denen ich verschiedenste Arztbesuche hatte, wurden mit der These „Ist bestimmt nur psychisch“ abgetan. Klar hat die Psyche auch eine Auswirkung, besonders auf den Magenbereich, aber ernsthafte Untersuchungen auf Intoleranzen oder andere Krankheiten haben bei mir nie stattgefunden. Es ist also auch wichtig, dass wir auf unser Bauchgefühl hören und diesem vertrauen schenken. Man sollte natürlich nicht jedes kleine Symptom googeln, nur lernen zu den richtigen Zeiten auf sein Körpergefühl zu hören. Denn jeder Mensch kann Fehler machen – auch Ärzte.